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Deine innere Stimme

Was ist die innere Stimme?


Die innere Stimme beeinflusst Deine Selbstwahrnehmung, Dein Selbstbewusstsein, Deine Leistung und Dein Lebensgefühl. Mit ihr fällst Du Entscheidungen. Du sprichst mit Dir und säst Gedanken. Viel findet unbewusst statt, die Gedanken fliessen einfach und haben direkten Einfluss auf uns.

Die innere Stimme ist Dein innerer Dialog. Ein permanentes Selbstgespräch, das fast nie pausiert. Unsere Gedanken sind immer eingeschaltet, und es arbeitet die ganze Zeit in unserem Kopf. Wir lesen einen Artikel, bewerten ihn oder/und haben Mitgefühl, wir sehen eine Situation auf der Strasse und unser Kopf fällt ein Urteil, wir stehen vor einer Entscheidung, also wägen wir ab, welche Lösung die Bessere ist.  

Erinnerst Du Dich an die Metapher mit dem Engel und dem Teufel auf der Schulter? Dies kommt bei der Entscheidungsfindung zum Zug. Sie sind eine Metapher für den inneren Konflikt: Der Engel steht für das Gute, das Gewissen und positive Gedanken, während der Teufel die Versuchung, den inneren Kritiker und negative Gedanken symbolisier., Beide Stimmen repräsentieren die inneren Pro- und Kontra-Argumente, die wir abwägen, um Entscheidungen zu treffen.


Eine Person, die sich Gedanken macht

Der Einfluss der inneren Stimme


Was wir denken, beeinflusst, wie wir uns fühlen. Gefühle beeinflussen Entscheidungen, die wir treffen. Entscheidungen beeinflussen unser Verhalten und so formen sich Selbstbewusstein, -wahrnehmung, und Gewohnheiten, welche uns tagtäglich beeinflussen.

Wiederholte Gedanken bauen Verbindungen im Gehirn. Mit jeder Wiederholung wird der Weg breiter und schneller. Leider auch dann, wenn er in die unerwünschte Richtung führt. Wenn Du Dir immer sagst, das kann ich nicht, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Du es wirklich nicht kannst. Dein Körper reagiert auf das was Du Dir und über Dich sagst. Mit Anspannung, mit Zurückhaltung, mit Unsicherheit oder mit Ruhe, mit Mut, mit Selbstvertrauen.

Schlechte Selbstgespräche haben einen negativen Einfluss auf uns. Sie erhöhen Stress, senken die Motivation und können die Leistungsfähigkeit reduzieren. Der Körper unterscheidet nicht zwischen äusserer Kritik und innerer. Für ihn ist beides Stress. Wie oft hast Du schon zu Dir gesagt, «Ich bin so dumm», «Das schaff ich nicht», «Das wird extrem schwierig»… Viele Menschen würden so nie mit ihren Freunden oder ihrer Familie sprechen. Aber mit sich selbst tun sie es täglich, ohne es gross wahrzunehmen.

Regelmässige negative Selbstgespräche haben Auswirkungen auf uns. Auf Dauer steigt die Unsicherheit, es entstehen mehr Zweifel, Entscheidungen fallen schwerer (der «Teufel» nimmt Überhand) und vielleicht versuchst Du etwas nicht einmal, weil Du überzeugt bis «das schaffe ich eh nicht.»


Entscheidungsfindung


Jede Entscheidung beginnt im Kopf. Auch die kleinen, scheinbar unwichtigen. Trainieren oder absagen. Kochen oder bestellen. Früh schlafen oder weiter scrollen. Die Stimme in uns liefern die Argumente. Manchmal klingt sie vernünftig. Manchmal bequem. Selten neutral.

Nebst den «alltäglichen Selbstgesprächen» ist die innere Stimme auch bei Entscheidungsfindungen immer da. Wir wägen ab, was positiv ist, was negativ, wenn wir eine Entscheidung fällen. Bei der Entscheidungsfindung wird oft die Stimme wach, die uns in unserer Wohlfühlzone hält. Das müssen nicht schwierige Entscheidungen sein. Eine einfache Entscheidung zum Beispiel gehe ich ins Training oder nicht.

Bewusstsein ist der erste Schritt. Du kannst nichts verändern, was Dir nicht bewusst ist. Denke mal darüber nach: Welche Sätze tauchen auf, wenn Du Dich nervst, weil Du etwas vergessen hste? Welche Sätze tauchen beim Training auf? Welche beim Blick in den Spiegel? Welche, wenn es anstrengend wird?

Ein kraftvolles Werkzeug dafür ist Schreiben. «Frei von der Leber schreiben» ohne gross zu denken, ohne ein Urteil zu fällen, einfach schreiben. Wenn Gedanken auf Papier landen, verlieren sie an Macht. Du erkennst Muster. Deshalb arbeiten viele Menschen mit Tagebüchern. Wenn Du drauf los schreibst, und Du es später liest, kannst Du Dir einen Blick von Aussen verschaffen.


Wie Du dagegen wirken kannst


Gedanken sind nicht immer Fakten. Nur weil Du etwas denkst, heisst das nicht immer, dass es so ist. Freundlich mit sich selbst zu sein bedeutet nicht, alles durchgehen zu lassen oder immer zu denken «Ich bin der/die Beste». Bleibe ehrlich. Gib Dir selber ein Kompliment wie «Das habe ich gut gemacht», wenn etwas gut läuft. Und es gibt täglich Situationen, für die wir uns ein Kompliment geben können.

Praktische Schritte für den Alltag, wenn mal wieder ein schlechter Gedanke kommt:


  • Stoppschild setzen

    Erkenne negative Sätze früh und unterbrich sie bewusst.


  • Umformulieren

    Formuliere Kritik in Information um.


  • Abstand schaffen

    Sprich innerlich über Dich wie über eine andere Person. Das nimmt dem Gedanken Schärfe.


  • Realistisch bleiben

    Ersetze harte Urteile durch ehrliche Aussagen


  • Handeln statt grübeln

    Setze eine kleine, konkrete Aktion um. Handlung unterbricht Gedankenspiralen.


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Und zum Schluss


Du verbringst Dein ganzes Leben mit Dir selbst. Höre zwischendurch mal Deinem Gedankenspiel zu. Wenn Du aktuell an unserer Golden Habits Challenge teilnimmst, nutze diesen Text als Spiegel. Beobachte heute nicht nur Dein Verhalten, sondern Deinen inneren Ton. Höre zu und schreib Deine Gedanken auf – und gebe Dir 3 Komplimente für heute.

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